Biografie
Geboren 1960 in Bruck/Mur.
Kindheit und Gymnasialzeit in Kapfenberg
Lehramtsstudium Musikerziehung und Germanistik in Graz
Kompositionsstudium bei Andrzej Dobrowolski
1984 Teilnahme an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt
1986 Förderungspreis der Stadt Graz
1989 Diplom mit Auszeichnung
1988 – 2008 Lehrtätigkeit am Musikgymnasium Graz
2008 – 2025 Fachinspektor für Musikerziehung und Instrumentalunterricht in der Bildungsdirektion
für Steiermark und Kurator des Kulturvermittlungsprojekts „konfrontationen“ für zeitgenössische
Musik, Tanz, Bildende Kunst und Literatur
Bis 2025 Lehrtätigkeit an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz
Aufführungen u.a. beim „musikprotokoll“ im „steirischen herbst“, im Rahmen der Konzertreihen „die
andere saite“, „open music“ und des Ensembles „Zeitfluss“, Übertragungen im ORF.
Musik
Chiemi Tanaka und Krzysztof Dziurbiel, Klavier
Dienstag, 12. November 2024 Barocksaal des Priesterseminars Graz Uraufführung
Wreathings: Umschlingungen, Umwindungen, Kräuselungen … Der Titel des Stücks bezieht sich auf die erste Zeile des Madrigals „Four amrs, two necks, one wreathing“von Thomas Weelkes und beschreibt eine wesentliche Grundidee der Komposition. Zu Beginn wird ein tiefer, gleichsam tonaler Akkord, der langsam verklingt und schließlich „stumm“ liegenbleibt, von Elementen im oberen Klangbereich des Klaviers immer wieder „aufgekräuselt“. Der Akkord wird von Secondo (unterer Stimme) und Primo (oberer Stimme) abwechselnd übernommen und verändert, dazu erklingen schnelle Intervallwiederholungen und Skalenausschnitte, die auf den nach auseinanderstrebenden engen Clustern folgenden nächsten Teil vorausdeuten. In diesem „umschlingen“ sich auseinanderstrebende Intervallfolgen und zwölftönige Strukturen immer enger, verlieren schließlich an Tempo und münden in sich ausbreitende Akkorde. Wieder schneller werdende Akkordzerlegungen steigern sich hin zum dritten Teil des Stücks. Dieser besteht aus vier in Umfang und Lautstärke abnehmenden sehr freien Teilen mit Variationen schon bisher verwendeter Elemente, die jeweils sehr leise und mit einem großen „Übergreifen“ der Stimmen enden. Im abschließenden Teil wandern zwei Strukturen (Basston mit Akkord, sich rhythmisch verbreiternd, und zwölftönige Melodien mit immer enger werdenden Simultanintervallen und dichteren rhythmischen Strukturen) aus den Extremlagen des Klaviers gegeneinander, überkreuzen sich und wandern wieder auseinander.
Projekte
ältere Projekte
07.10.16: Auf molekularer Ebene
28.04.16: Les Lieds
06.03.13: Blechbläserquintett
04.05.11: Annelie Gahl Violine
22.04.10: stadler quartett
20.03.09: Xylo, Vibra, Marimba & Co.
11.03.09: wir bitten um verzeihung
07.03.07: Harfe+Viola+Klarinette?
18.11.04: die andere saite meets artresonanztrio
12.11.02: ... für vier Hände und zwei Klaviere
15.11.01: Duo de Guitarras
10.05.01: Tea for one
02.03.00: Der indifferente Modus der Vergangenheit
18.05.99: Sax Quadrat goes andere saite
28.04.98: Begegnungen im unfreien Raum
21.05.97: Jubiläumskonzert 10 Jahre
12.12.94: Trio-Konzert
08.11.93: Liebeslieder
26.05.93: Brassquintett
11.05.92: Klangforum Wien
13.06.91: Übermalungen
13.06.90: Mikrokonzerte
23.05.89: Musik und Film
14.03.89: Aeolus-Quintett
15.12.88: Alea-Quartett
24.01.08: A Day in Life